Die Golddistel

Carlina vulgaris L.

Carlina vulgaris

Die Golddistel ist die kleine Schwester der Silberdistel und lebt wie sie auf Magerrasen, Weiden und auf den Wacholderheiden der Schwäbischen Alb. Dort sorgt die Beweidung durch Schafe dafür, dass Gräser und Sträucher niedrig gehalten werden und diese die kleine Golddistel nicht überwuchern, denn sie wird nur 10 cm, allenfalls 30 cm hoch. Auf steinigem, kalkhaltigem Lehm- oder Tonboden in trockener, sonniger Lage, fühlt sich das stachelige Pflänzchen wohl.

Im Winter ist der Blütenstand immernoch hübschIm Blütenkörbchen findet man ausschließlich zwittrige Röhrenblüten. Die goldenen, blütenblattähnlichen Strahlen sind keine Einzelblüten, wie das bei anderen Korbblütlern oft der Fall ist. Hierbei handelt es sich, wie bei der Silberdistel auch, um Laubblätter, die zum Blütenstand hin zu blütenblattähnlichen Hüllblättern verwandelt wurden.

Da die Golddistel ein- bis zweijährig ist, stirbt sie nach der Blüte im August und September ab und nur aus den Samen können neue Pflanzen entstehen.

Der starre Stängel bleibt noch den ganzen Winter über standhaft und auch die Blütenkörbchen halten sich recht hübsch, weshalb sie gerne als Trockenblumen in Gestecken verarbeitet werden. Die Golddistel steht unter besonderem Schutz. Deshalb dürfen ihre getrockneten Blütenstände erst gesammelt werden, nachdem ihre Samen, die durch einen Haarkranz flugfähig sind, vom Wind davon getragen wurden.

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