Die Echte Goldnessel

Huds.

Galeobdolon luteum

Im Jahre 1753 veröffentlichte Carl von Linné die Goldnessel unter dem Namen Galeopsis galeobdolon in seinem Werk Species Plantarum und später folgten Publikationen unter verschiedenen Namen wie zum Beispiel:
Lamium galeobdolon
(L.) L.,
Leonurus galeobdolon
(L.) Scop.,
Pollichia galeobdolon (L.) Schrank,
Galeobdolon galeobdolon
(L.) H. Karst. nom. inval.,
Lamiastrum galeobdolon (L.) Ehrend. & Polatschek.
Durch die in drei Lappen geteilte Unterlippe der Blüte und die Blütenfarbe hebt sich die Goldnessel deutlich von den übrigen Arten der Taubnesseln (Lamium) ab, was letztlich dazu führte, dass sie als Galeobdolon luteum Huds. in eine gesonderte Gattung (Galeobdolon) zusammen mit der Blassgelben Goldnessel Galeobdolon flavidum (F. Herm.) Holub  und der Berg-Goldnessel Galeobdolon montanum (Pers.) Pers. ex Rchb. eingegliedert wurde.

Die weitverbreitete Goldnessel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die ca. 20 cm bis 50 cm hoch werden kann. Aus dem sich rasch ausbreitenden Wurzelgeflecht treiben kriechende, sich bewurzelnde Ausläufer und aufsteigende, 4-kantige Stängel, an denen kreuzgegenständig die breit-lanzettlichen, am Rand grob gezähnten Blätter wie in Stockwerken angeordnet sind. Sie enthalten kein wohlriechendes ätherisches Öl und verströmen eher einen muffigen Geruch, wenn sie zwischen den Fingern zerrieben werden. Im oberen Bereich der Triebe sitzen in den Blattachseln in quirlartigen Blütenständen die 5-zipfligen Kelche, aus denen die gelben Lippenblüten herausragen. Im Mai und Juni ist die Blütezeit. Danach reifen in den Kelchen die 4-teiligen Klausenfrüchte heran, die von Ameisen gerne verschleppt werden.
Die Goldnessel ist ein Lippenblütengewächs der eher feuchten und humusreichen, halbschattigen bis schattigen Standorte. Sie besiedelt Laubwälder, Waldränder, Obstbaumwiesen und sie steigt in den Alpen bis zur Laubwaldgrenze empor.

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