Der Frühlings-Enzian

Gentiana verna L.

Gentiana verna

Gentiana vernaIm nicht blühenden Zustand hat diese Frühlingsblume eine recht unscheinbare Gestalt. Sie ist eine mehrjährige Staude, wird aber nur etwa 5 cm hoch und gehört der Familie der Enziangewächse an. Doch im April fällt das "Schustersnägele" - so wird das kleine Blümlein im Volksmund genannt - durch seine leuchtend himmelblauen Blütensterne auf.
Die Blütenfarbe und -form verraten uns, dass Tagfalter und langrüsselige Hautflügler, allen voran die Hummeln, die bestäubenden Insekten sind. In einer Kapsel bilden sich die Samen, die hauptsächlich durch Ameisen verbreitet werden.

Auch diese Pflanzenart ist mehr und mehr im Rückgang begriffen und deshalb unter strengem Naturschutz. Verantwortlich für den Rückgang ist vor allem die Wiesendüngung und das Verschwinden der Trockenwiesen und Magerrasen aus unserer Landschaft. Diese Biotope gibt es noch vereinzelt in den Alpen, im Alpenvorland und in den Mittelgebirgen. Wo dort der steinige Lehmboden kalkhaltig und mäßig trocken ist, bilden sich in sonniger, westlicher oder östlicher Hanglage ausgedehnte Frühlings-Enzian Bestände, die zur Blütezeit einen blauen Schleier über den Rasen zaubern.

Trockenrasen auf der Schwäbischen Alb mit Gentiana verna

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