Die Christrose

Helleborus nigerL.

Helleborus niger, zwei weiße Blüten im Schnee

Weil die pulverisierte Wurzel zu Nies- und Schnupfenpulver verarbeitet wurde, heißt die Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse auch Nieswurz, wegen ihrer schwarzen Wurzel auch Schwarze Nieswurz.

Honigblätter der ChristroseDie weißen Blütenblätter sind eigentlich Kelchblätter. Sie sind zuerst weiß oder rosa, später grün oder purpurrot. Zwischen den Blütenkronblättern und den Staubblättern finden wir grünliche, tütenförmige Honigblätter, aus denen die Frühaufsteher der bestäubenden Insekten, hauptsächlich Bienen und Hummeln, reichlich für ihre Dienste mit Nektar belohnt werden.
Die Samen reifen in einer Balgfrucht und werden unter anderem von Ameisen verschleppt.

Die Christrose ist eine Pflanze der lichten Bergwälder auf Kalkböden in eher feuchten Lagen, dort aber sehr selten und unter strengem Naturschutz. Sie ist auch eine beliebte Garten- und Friedhofpflanze und wird häufig in weihnachtlichen Gestecken eingebunden.

Alle Teile der Pflanze sind stark giftig!

Wenn die Tage allmählich wieder länger werden, nach der lichtärmsten Zeit des Jahres, entfaltet die Christrose im Eis und Schnee ihre weißen Blüten. Mag das im Zusammenhang stehen mit der medizinischen Anwendung in der Homöopathie bei depressiven Verstimmungen und Melancholie?

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