Der Ysop

Hyssopus officinalisL.

Ysop

Die Ursprüngliche Heimat dieses Halb- oder Zwergstrauches dürfte Südosteuropa sein, aber schon seit dem frühen Mittelalter wird er als Heil- und Gewürzpflanze bei uns in Mitteleuropa kultiviert. Aus der Kultur ist er stellenweise ausgewildert, kann sich aber selten dauerhaft in freier Natur behaupten.
Trockene und sonnig warme Hänge auf kalkhaltigen Böden liebt der Ysop besonders, gedeiht aber in normalen Gartenböden ebenso.
Im Juli und August ragen aus den fünfzipfligen Blütenkelchen die typischen, meist blauen, lila-, manchmal aber auch rosafarbenen oder weißen Lippenblüten. Sie präsentieren sich in einseitswendigen Scheinquirlen an endständigen, ährigen, bis ca. 80 cm hoch werdenden Blütenständen und sind für Bienen und andere Insekten eine wertvolle Blütenweide.
Die oberen, noch feinen Triebspitzen des blühenden Krautes werden geerntet und getrocknet und als Tee oder in Teemischungen gegen Husten, Durchfall oder Blähungen angewendet. Auch eine krampflösende Wirkung wird beschrieben. Aber auch als appetitanregendes und verdauungsförderndes Gewürz zu Braten, Bohnengerichten, Eintöpfen, Salaten… ist er wie das Bohnenkraut zu verwenden. Damit reiht sich der Ysop in die Gruppe der sonnenhungrigen und wärmeliebenden, aromatisch duftenden Zwergsträucher aus der Familie der Lippenblütengewächse ein.

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