Die Gelbe Sumpf-Schwertlilie

Iris pseudacorus L.

Die gelbe Blüte der Iris pseudacorus

Iris pseudacorus am SeeuferEs war wohl gegen Ende des 5. Jahrhunderts, als der Frankenkönig Clovis l. bei Köln zwischen dem Ufer des Rheins und den Alemannen in der Klemme saß. Als die Reiter bemerkten, dass dort, wo auf dem Rhein die gelben Irisblüten zu sehen waren, das Wasser seicht und der schlammige Untergrund durch die Wurzelstöcke der Pflanzen fest genug war, gelang ihnen die Flucht vor den feindlichen Truppen. Aus Dankbarkeit über die Rettung durch die Iris machte der König sie zum Wappenbild, zur „Fleur de Lis“. Die Iris wurde zum Zeichen des Rittertums, des Sieges, der Macht und der edlen Monarchie und zog als solches auch in andere Königshäuser ein. Stilisiert treffen wir sie heute noch häufig in Wappenbildern und auch an schmiedeeisernen Toren an.

An den Ufern von Tümpeln, Seen, Flüssen, in Mooren, in lichten Bruchwäldern und auf sumpfigen Wiesen erinnern die ca. 2 bis 3 cm breiten und 50-100 cm langen, überhängenden Blätter der Iris pseudacorus L. an die des Rohrkolbens. Die Blütezeit ist Mai und Juni. Die im Herbst sich öffnende Kapselfrucht enthält schwimmfähige Samenkörnchen, die durch das nächste Hochwasser verschleppt werden.

Die aufplatzende Fruchtkapsel

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