Der Märzenbecher

Leucojum vernumL.

Leucojum vernum, der Märzenbecher

Aus einer etwa 2 cm dicken Zwiebel sprießen 3 bis 4 dunkelgrüne Grundblätter, die etwa 1 cm breit und 10 cm bis 20 cm lang werden. Aus deren Mitte wächst ein Stängel, der deutlich zusammengedrückt erscheint und oben in ein zweiteiliges Tragblatt (Hochblatt) übergeht. Aus dessen Achsel ragt ein Blütenstiel heraus (selten 2), der kaum länger ist als das Tragblatt selbst und nur eine Blüte trägt. Die Blüte besitzt 6 getrennte Blütenblätter, die nahezu gleich aussehen. Der unterständige Fruchtknoten und die zum Erdboden nickende Ausrichtung der Blüte sind charakteristische Merkmale für Narzissengewächse. Wie der Name schon verrät, ist die Blütezeit der März. Die Pflanze ist giftig.
Während wir das Kleine Schneeglöckchen nur aus unseren Gärten kennen, gelegentlich ist es aus ihnen ausgewildert, können wir in manchen Flusstälern den Märzenbecher an seinen natürlichen Standorten massenhaft antreffen. Dennoch ist er auch dort geschützt und das Pflücken oder Ausgraben verboten. Meist sind es die eher halb-schattigen, sickerfeuchten, moosigen Berghänge in Laubwaldschluchten, an Bach- und Flussrändern mit nährstoff- und humusreichen Ton- oder Lehmböden, auf denen sich solche Massenbestände bilden.

Schluchtwald mit Fluss Schluchtwald

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