Das Berg-Bohnenkraut

Satureja montanaL.

Satureja montana

Im deutschen Sprachgebrauch wird Satureja montana sowohl Berg-Bohnenkraut, als auch Winter-Bohnenkraut genannt. In Anlehnung an den botanischen Namen entscheide ich mich für die Bezeichnung Berg-Bohnenkraut, obwohl auch der Name Winter-Bohnenkraut seine Berechtigung hat. Während Satureja hortensis, das Sommer-Bohnenkraut, eine eher krautige einjährige Pflanze ist,  handelt es sich bei Satureja montana um einen verholzenden, mehrjährigen, ca. 30 cm hoch werdenden Halb- oder Zwergstrauch, der in milderen Gegenden wintergrün ist.
Beide sind Familienmitglieder der aromatisch duftenden Lippenblütengewächse und beide wurden vermutlich durch Benediktinermönche vom östlichen Mittelmeerraum über die Alpen zu uns nach Mitteleuropa gebracht, wo sie fortan in Klostergärten als Heil- und Gewürzpflanzen kultiviert wurden. Als ursprüngliche Heimat wird das Schwarzmeergebiet vermutet.
Das etwas bittere und pfeffrige Aroma und die verdauungsfördernde Wirkung, schätzt man in der Küche besonders und macht alle Bohnengerichte damit bekömmlicher. Diese Tatsache führte zur deutschen Namengebung. Das Bohnenkraut wird aber auch zu Braten, Wurst, Eintöpfen oder Bratkartoffeln als Würze gegeben.
Die Heilwirkung des Bohnenkrautes bezieht sich in erster Linie auf Magen und Darm, aber auch bei Bronchitis und Husten sei die Droge hilfreich und erinnert damit an die Anwendungsgebiete des Thymians, der dem Bohnenkraut in vieler Hinsicht ähnelt.
Ob Bohnenkraut, Thymian oder Quendel in Bezug auf ihre Wirkung und Anwendung so streng auseinander gehalten werden müssen, sei dahingestellt, handelt es sich doch um sehr eng verwandte und vom Habitus sehr ähnliche Gewächse.

Berg-Bohnenkraut

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