Die Weiße Fetthenne

Sedum albumL.

Sedum album

Die Weiße Fetthenne, auch Weißer Mauerpfeffer genannt, ist eine immergrüne Staude. Von kriechenden, sich bewurzelnden Sprossen zweigen niederliegende, am vorderen Ende nach oben strebende Sprosse ab, die wechselständig mit den dickfleischigen, walzenförmigen Blättern besetzt sind. An den blütentragenden Trieben, die etwa eine Höhe von 20 cm erreichen, werden die Blätter dünner, länger und spitzer und die Abstände zwischen ihnen werden größer. In einer abgeflachten Rispe erblühen von Juni bis September unzählige ca. 6-9 mm kleine, weiße, fünfsternförmige Blüten. Fünf Balgfrüchte bilden sich pro Blüte.
Natürliche Standorte sind Felsspalten, Felsschutthalden, Trockenmauern, Trockenrasen in sonnigen Lagen, eher auf Kalkgestein, in den Alpen nur örtlich über 2000 m. In unserer heimischen Agrarlandschaft ist die Weiße Fetthenne daher nicht mehr zu finden und da die Raupe des prächtigen Apollofalters auf die Blätter der Weißen Fetthenne als Futter angewiesen ist, muss auch dieser schon seit geraumer Zeit auf der Roten Liste als vom Aussterben bedrohte Art geführt werden.
Das ist nur ein Beispiel dafür, wie eng verwoben die natürlichen Wechselwirkungen sind und wie weit entfernt der moderne Mensch davon ist diese Zusammenhänge zu erkennen und entsprechend zu handeln. Der Apollofalter müsste nicht vom Aussterben bedroht sein, denn die Weiße Fetthenne ist eine ganz einfach zu kultivierende Staude. Bereitwillig und ohne Pflege ziert sie Steingärten, Gartenwegränder, Trockenmauern, Dachbegrünungen, die Ränder von Parkplätzen, Blumenkübel, Balkonkästen… (siehe dazu auch „Das Artensterben und die Rasenmäher Kultur).

 

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