Die Kissen-Aster

Symphyotrichum dumosum

(L.) G.L.Nesom

Das Blütenkörbchen einer Kissen-Aster

Mit den Herbstastern verabschiedet sich der Sommer mit einem Blütenfinale, das mit den Farben violett, lila, purpur und weiß bis in den späten Herbst hinein leuchtet. Die Kissen-Aster ist mit ihrer Wuchshöhe bis ca. 40 cm die niedrigste der bei uns in Ziergärten kultivierten Arten.  Durch den Ausläufer treibenden Wurzelstock vergrößern sich die überaus blütenreichen Kissen rasch und müssen vom Gärtner alle 2-3 Jahre im Frühjahr geteilt werden. Auf humosem Gartenboden, in sonniger Lage, gedeiht die Staude unproblematisch. Nur gelegentlich, bei ungünstiger Witterung und zu üppiger Stickstoffdüngung, kann es bei anfälligen Hybridsorten zu Mehltaubefall kommen. Nach dem Verblühen sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Diese sollten aber erst im Frühjahr abgeschnitten werden, da sie einerseits einen natürlichen Winterschutz für den Wurzelstock bieten und andererseits, zusammen mit Reif und Schnee, den Garten im Winterschlaf zieren.

Die Heimat dieser bei uns so beliebten Gartenblume ist Nordamerika, wo auch ihre Verwandtschaft lebt, zum Beispiel die Goldruten und die Berufkräuter. Mit unseren heimischen Astern ist sie nur weitläufig verwandt, da auch sie zur Familie der Compositae gehört. Diese Verwandtschaftsverhältnisse wurden mit Hilfe von DNA-Analysen aufgeklärt. Seitdem ist auch der Deutsche Name irreführend, weil die Kissen-Aster keine Aster ist sondern in die Gattung Symphyotrichum eingegliedert werden musste.
Darin liegt auch der Grund, weshalb hinter dem Art-Epitheton des neuen botanischen Namens zwei Autorenkürzel zu lesen sind: (L.) für Linné, der die Pflanze als erstes unter dem Namen Aster dumosus beschrieben hat, und G.L.Nesom, weil er im Jahre 1994 die Umbenennung zu Symphyotrichum dumosum bewirkt hat.
Allerdings setzt sich diese neue Namengebung nur sehr zögerlich durch, sodass auch heute noch in Gärtnereien der nicht mehr korrekte Name Aster dumosus zu lesen ist.

Ganz egal wie diese bunte Schar der Korbblütchen aus Nordamerika nun benannt wird, sie macht unsere herbstlichen Gärten farbenfroh.

Die Kissen-Aster

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