Der Arznei-Beinwell

Symphytum officinaleL.

Der Blütenstand des Arznei-Beinwell

Beinwell PflanzeAus einem stattlichen Wurzelstock, der äußerlich schwarz und innen weiß und saftig ist, sprießen borstig behaarte Stängel die bis 1 m hoch werden. Wechselständig sitzen an diesen ebenso borstig behaarte Blätter, an deren Unterseite die grobadrige Nervatur deutlich ausgeprägt ist. Im Blütenstand, der sich in einer ausrollenden Bewegung entfaltet - wie das auch bei anderen Rauhblattgewächsen zu beobachten ist - hängen die violett-rötlichen bis lilafarbenen Blütenglöckchen. Ein jedes Blütenglöckchen entspringt aus einem Blütenkelch, dessen Blätter genau so borstig behaart sind wie die Laubblätter der Pflanze. Die mehrjährige Staude ist auf feuchten Standorten anzutreffen. Nicht nur der deutsche Name macht auf die heilende Wirkung der Pflanze aufmerksam. Auch der botanische Gattungsname „Symphytum“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „zusammenfügen“ und „zusammenwachsen“. Auszüge aus der Beinwellwurzel als Umschläge angewendet, leisten bei der Heilung von Knochenschäden, Zerrungen, Verstauchungen oder Verrenkungen gute Dienste: Die Kallusbildung wird angeregt, Schmerzen werden gelindert und Schwellungen gehen zurück. Die enthaltenen Alkaloide machen die Heilpflanze jedoch auch zur Giftpflanze und deshalb ist von der innerlichen Anwendung (das gilt nicht für das Homöopathicum) oder von der Anwendung auf großflächigen offenen Wunden abzusehen.

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