Januar 2020

die Wiese schläft

Die Wiese schläft...

Na ja, sagen wir sie träumt... der Krokus z.B. kann seinen großen Auftritt kaum erwarten...

und auch die Narzissen blinzeln verschlafen und fragen sich ob's denn schon Zeit ist...

im alten Gras, gut getarnt in ihrem warmen Kokon aus Spinnenseide, schlummert die Brut der Wespenspinne noch im Tiefschlaf.


 

Klicken Sie auf einen Monat, wenn Sie erfahren möchten, wie der Stand der Entwicklung unserer Wiese in diesem war. Wenn Sie die ganze Entwicklung lesen möchten, beginnen sie mit "Januar 2019"

Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September  - Oktober - November - Dezember

Februar 2020

Ganz vereinzelt und versteckt unter den angrenzenden Bäumen, blühen nun die Winterlinge. Nur wenige Knollen habe ich vergangenen Herbst hierher verpflanzt. Es wird noch einige Jahre dauern, bis sich diese zu einem goldgelben Blütenteppich an dieser Stelle ausbreiten, denn die generative Vermehrung aus den Samen ist etwas langwierig, da die Samen zwar schon Ende Mai reif werden, aber erst nach Frosteinwirkung nach dem nächsten Winter keimen und dann nur Keimblätter ausbilden. Im darauf folgenden Frühling bilden sich die eigentlichen Laubblätter, und erst im 3. Jahr kommt der Winterling im Januar oder Februar zur ersten Blüte... Zum Winterling


Klicken Sie auf einen Monat, wenn Sie erfahren möchten, wie der Stand der Entwicklung unserer Wiese in diesem war. Wenn Sie die ganze Entwicklung lesen möchten, beginnen sie mit "Januar 2019"
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember

März 2020

War ja klar: den ganzen Winter über keinen Schnee, aber jetzt, pünktlich zum Beginn der Krokusblüte.

Weil damit aber jedes Jahr zu rechnen ist, setzt sich unsere Krokusmischung aus frühen und etwas späteren Sorten zusammen. Versinkt die Blüte der frühen im Schnee, dann können wir uns an den späteren hoffentlich erfreuen (oder umgekehrt). Den Krokuspflanzen selbst macht das überhaupt nichts.

Bei den frühen Sorten auf unserer Wiese handelt es sich um Crocus tommasinianus, dessen Heimat in Ungarn, Kroatien, Bosnien, Serbien und Bulgarien ist und dort in  Laubwäldern und auf schattigen Felsbänken in Höhenlagen von 300 bis 1500 Metern vorkommt. In West- und Mitteleuropa wurde sie als sog. Stinsenpflanze eingebürgert.

Der Artname tommasinianus ehre den aus Triest stammenden österreichisch-ungarischen Politiker und Botaniker Mutius Joseph Spiritus Ritter von Tommasini (1794–1879), der sich um die Erforschung der Flora von Dalmatien verdient gemacht habe (laut Wikipedia).

Krokus im Schnee

15.03.2020
Auch die etwas späteren Sorten sind Elfen-Krokusse (Crokus tommasinianus) aber es handelt sich um eine veredelte Sorte 'Ruby Giant'.

zum Krokus
zur Krokus-Galerie


Klicken Sie auf einen Monat, wenn Sie erfahren möchten, wie der Stand der Entwicklung unserer Wiese in diesem war. Wenn Sie die ganze Entwicklung lesen möchten, beginnen sie mit "Januar 2019"
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember

April 2020

Osterglocken

10.04.2020
Die Osterglocken haben im eiskalten Ostwind gelitten, einige sind umgeknickt, dennoch verbreiten sie heute eine schöne Osterstimmung.

19.04.2020

Dichter-Narzissen 'Actea'

Nach den Osterglocken erblühen die
Dichter-Narzissen 'Actea'...

Dichter-Narzissen 'Actea'

... und das Wiesenschaumkraut, das für den Aurorafalter (ext.) so wichtig ist!


Klicken Sie auf einen Monat, wenn Sie erfahren möchten, wie der Stand der Entwicklung unserer Wiese in diesem war. Wenn Sie die ganze Entwicklung lesen möchten, beginnen sie mit "Januar 2019"
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember

Mai 2020

01.05.2020: Ein doch etwas ungewöhnlicher Gast im Gras unserer Wiese, das an manchen Stellen trotz der Trockenheit im April schon Deckung bietet. Wo dieses Kaninchen wohl ausgebüxt ist? Meinetwegen könnte es hier wohnen, auch wenn seine Grabearbeiten etwas Unordnung stiften würden.

 

19.05.2020: Wie aus einer tristen Rasenfläche nicht nur eine Augen-, sondern auch eine Bienenweide und ein Lebensraum für abertausende Wiesenbewohner wird, das kann zurzeit besonders schön um die St. Bartholomäus Kirche in Röhrenbach beobachtet werden. Nachdem die Fläche jahrelang intensiv nahezu wöchentlich mit dem Rasenmäher bearbeitet wurde, wurde sie letztes Jahr Ende April mit einer mehrjährigen Blumenwiesenmischung eingesät. Letzten Sommer erblühten dort die ersten einjährigen Feldblumen und in diesem Jahr ist sie bereits eine Blumenwiese, wie die ältere Generation sie noch aus früheren Zeiten kennt, mit Margeriten, Wiesensalbei, Flockenblumen, Witwenblumen und vielen mehr. Diese Fläche wird nur noch zweimal im Jahr gemäht. Bis Mitte Juni wird sie in voller Blüte stehen und demonstrieren, dass es keinen Grund gibt, einen Rasen zu pflegen, wo man keinen braucht.


Klicken Sie auf einen Monat, wenn Sie erfahren möchten, wie der Stand der Entwicklung unserer Wiese in diesem war. Wenn Sie die ganze Entwicklung lesen möchten, beginnen sie mit "Januar 2019"
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September  - Oktober - November - Dezember

www.camerabotanica.de